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Über die Lemgoer Schulen und was es sonst noch im Archiv zu tun gibt

EDV-Findbücher erleichtern die Arbeit  

Derzeit vorrangige Aufgabe im Lemgoer Stadtarchiv ist, die bisher in schriftlichen Findbüchern oder auf Karteikarten verzeichneten Archivalien in EDV-Findbücher zu übertragen. Dies führt am Ende zu einer schnelleren und komfortableren Recherche mittels einer Archivdatenbank. 
Wie schon vor einiger Zeit die Potsdamer Studentin Sabine Lehr, die u. a. den bedeutsamen Nachlass der Familie Wippermann verzeichnete, so unterstützt seit Anfang des Jahres Stephanie Kortyla, das Team des Lemgoer Archivs um Leiterin Dr. Anikó Szabó. Stephanie Kortyla hat im vergangenen Semester ihr Germanistikstudium an der Bielefelder Universität abgeschlossen und ist als wertvolle Hilfe im Lemgoer Stadtarchiv tätig.
Neben wechselnden Tätigkeiten wie etwa der Fortführung der EDV-Datenbank oder Mithilfe bei Benutzeranfragen und Ausstellungen, arbeitete sie den Bestand der Lemgoer Schulen auf. Hierbei lag das Augenmerk auf der Überprüfung und Korrektur der bisherigen Verzeichnung sowie der Übertragung des Bestands in die recherchierbare EDV-Datenbank. Das Ergebnis kann nun von Interessierten im Stadtarchiv eingesehen werden. Von Schülerverzeichnissen aus dem 19. Jahrhundert über Prüfungsakten, Zeugnisse, Festschriften und Chroniken bis hin zu Schülerzeitungen aus den 1990er Jahren reicht das Spektrum der einzelnen Schulbestände (T 1 bis T 7). Um einen Überblick über die historische Entwicklung des Schulwesens in Lemgo zu ge-winnen, hat Stephanie Kortyla kurze Vorworte zu den Beständen verfasst. 


Geschichte des Marianne-Weber-Gymnasiums
 

Die einzelnen Schulen haben ihre eigene Geschichte. Beispielsweise lassen sich an der Namensgebung des heutigen Marianne-Weber-Gymnasiums einige bildungsgeschichtliche Veränderungen ablesen. So hat das heutige MWG seinen Anfang im Jahr 1838 mit der Eröffnung einer privat geführten Töchterschule, die in einem Zimmer des alten Waisenhauses untergebracht war. Während der bürgerlichen Revolution 1848/49 wurde der Lehrbetrieb zwar eingestellt, 1853 von einem Pastor jedoch wieder als Privatschule weitergeführt. 1873 findet der Umzug in die Klosterkapelle auf dem Rektorhof im Rampendal (heutiges Stadtarchiv) statt, 1911 erfolgte der Wechsel in die Primkerstraße. Zwei Jahre später heißt die Schule "Höhere Mädchenschule" und ab 1918 werden dort auch Jungen aufgenommen. Seit 1923 untersteht die Schule der städtischen Verwaltung und wird in "Städtisches Lyzeum" umbenannt. Als die Schule 1939 Oberlyzeum wurde, konnte endlich die Reifeprüfung abgelegt werden, die zum Studium berechtigte.

Berühmte Namensgeberin 

Das Lemgoer Mädchengymnasium wurde 1950 - noch zu ihren Lebzeiten - nach ihrer berühmtesten Schülerin, der Frauenrechtlerin, Politikerin und Schriftstellerin Marianne Weber, Ehefrau des Soziologen Max Weber, benannt. Marianne Weber, geb. Schnitger verbrachte nach dem frühen Tod ihrer Mutter und wegen der Krankheit ihres Vaters ihre Kindheit, Schulzeit und Jugend bei ihren beiden Tanten Florentine und Marie Schnitger, in Lemgo, die beide als Lehrerinnen an der Höheren Töchterschule arbeiteten. Im Jahr 1887 wird sie als Schülerin im "Album der Lemgoer Töchterschule" eingetragen. Seit 1961 befindet sich das Marianne-Weber-Gymnasium in den Gebäuden in der Franz-Liszt-Straße. 

Das heutige Stadtarchiv war von 1873 bis 1911 Schule und einer der Vorgänger des heutigen Marianne-Weber-Gymnasiums.

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