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„Ein Archiv ist keine Raritätensammlung und kein historisches Museum, sondern organischer Bestandteil behördlicher Aktenverwaltung“ (Zitat nach Dr. Erich Kittel)



Aktuelles:

Schließung des Stadtarchivs Lemgo bis einschließlich 19.04.2020!

Das Stadtarchiv Lemgo schließt zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 bis einschließlich 19.04.2020. Die Benutzung von Archivalien vor Ort ist damit erstmal nicht mehr möglich. Sie können weiterhin Anfragen an das Stadtarchiv richten, Reproduktionsaufträge stellen und natürlich auch im Stadtarchiv anrufen.


Kriegsende in Lemgo 1945 - nach den Aufzeichnungen von Friedrich Sauerländer

Das Ende des Zweiten Weltkrieges kam für Lemgo am 4. April 1945, in diesem Jahr (2020) vor 75 Jahren. An diesem Tag nahmen US-Kampfverbände die Alte Hansestadt Lemgo von Hörstmar kommend, nach kurzen, aber teilweise verlustreichen Gefechten ein. Damit endete auch für Lemgo die 12jährige Herrschaft des Nationalsozialismus. Wie erlebten aber die Lemgoer selbst das Einrücken des "Feindes" in ihre Heimatstadt und das Ende des "Dritten Reiches"?

Es liegen durchaus einige Augenzeugenberichte über die damaligen Ereignisse vor, u.a. von Jospeh Wiese (1950 unter dem Titel "Lemgo in schwerer Zeit" veröffentlicht) oder an verschiedenen Stellen von Herbert Lüpke, der die Verhaftung des Lemgoer Bürgermeisters Wilhelm Gräfer und dessen mißglückte Flucht selbst miterlebt hat. Im Sammelband "Zwischen Angst und Befreiung. Zeitzeugen berichten über das Kriegsende 1945 in Lippe" (1995 erschienen) gibt es veröffentlichte Berichte und Erinnerungen von Elisabeth Köster, geb. Köstering und Ernst-August Rullkötter.

Bisher wenig beachtet wurden die tagebuchartigen Aufzeichnungen des Lemgoer Bürgerschulrektors und Heimatforschers Friedrich Sauerländer (1874 - 1967). Friedrich Sauerländer wurde am 25. April 1874 als Küstersohn in Lemgo geboren. Von 1891 bis 1894 besuchte er das Lehrerseminar in Detmold. Sauerländer trat später eine Nebenlehrerstelle in Lieme an, bevor er 1900 als Nebenlehrer nach Lemgo an die Bürgerschule wechselte. 1901 wurde er Hauptlehrer in Lemgo. Im Sommer 1902 heiratete er Berta Koch. Von 1924 bis zu seiner Pensionierung 1938 war er Schulleiter der Bürgerschule Echternstraße. Von 1939 bis 1945 half er, aufgrund des Lehrermangels, noch einmal jahrelang aus. Nebenberuflich unterrichtete Sauerländer Schüler am Technikum, und gab auch an der Abendfortbildungsschule der Handelskammer Kurse in Buchführung und Korrespondenz. Von 1911 bis 1942 war er Organist in der Kirchengemeinde St. Nikolai. Daneben verfasste er unzählige Artikel und Aufsätze über Heimat- und Familiengeschichte.

Aus seinem Nachlass haben sich maschinenschriftliche Aufzeichnungen erhalten, die chronologisch angelegt worden sind. In ihnen schildert er seine Eindrücke aus der Kriegszeit, die Schicksale aus der Familie und dem Verwandten- und Bekanntenkreis sowie Nachrichten aus Feldpostbriefen, die ihn erreichten. Sein Wissen schöpfte er aus eigener Anschauung, aus mündlichen und schriftlichen Berichten, teilweise natürlich nur Gerüchten. Seine darstellung ist dadurch sicherlich subjektiv gefärbt, was aber auch den Reiz seiner Schilderungen ausmacht. Die Eintragungen, die er wohl direkt mit der Schreibmaschine anfertigte, sind im Stadtarchiv als einfache S/W-Kopien unter der Signatur Bib. 7356/4 vorhanden. Die Originale befinden sich noch in Privatbesitz. Die Qualität der Seiten lässt zu wünschen übrig, zum einen, da es sich um Kopien handelt, zum anderen, da anscheinend Sauerländer gerade in den letzten Kriegstagen das Farbband der Schreibmaschine zur Neige ging und er erst später Ersatz beschaffen konnte. Teilweise sind deswegen einzelne Buchstaben und Worte nur schwer lesbar.

Nachfolgend sollen die tageweisen Eintragungen zwischen dem 2. und 18. April 1945 in digitaler Reproduktion zwischen dem 2. und 18. April 2020 wiedergegeben werden....


Fürstin Pauline und die Pocken - ein kleiner Beitrag zum Pauline-Jahr 2020

"Es ist die Pflicht, die jedem Menschen obliegt, der in gesellschaftlicher Verbindung lebt, oder mit mehreren Menschen an einem Ort wohnt, durchaus entgegen, seine Nebenmenschen irgend einer Gefahr auszusetzen, die ihnen nachtheilig oder gar tödtlich werden kann. Kein Bewohner einer Stadt, eines Dorfs oder irgend eines Orts, wo mehrere Menschen zusammen wohnen, hat also das Recht, das ansteckende Gift einer Krankheit an diesen Ort zu bringen, vielmehr ist er es seiner Pflicht gegen die menschliche Gesellschaft, in der er lebt, schuldig, alles, was in seinen Kräften steht, zur Abhaltung desselben beyzutragen." (Verordnung, die Inoculation der Blattern betreffend, von 1799,in: Landes-Verordnungen der Graffschaft Lippe, 4. Bd. Lemgo 1801, S. 187).

Diese uns heute erschreckend aktuell erscheinende Mahnung aus dem Jahr 1799 steht im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die seit der Antike in Europa (und seit der Entdeckung der "Neuen Welt" auch in Amerika und Australien) grassierenden Seuche der Pocken (damals auch Blattern genannt). Weiterlesen...


Die Vermessung der Lemgoer Feldmark durch Philipp August Merkel (1794 - 1799) - digitale Version

Am 4. Juli des Jahres 1794 beauftragte die Stadt Lemgo den Feldmesser und Forstauditor (Forstgutachter) Philipp August Merckel (1775-1837) mit der Kartierung der gesamten Lemgoer Feldmark und der Erstellung eines dazugehörigen Messbuches, um die auf den Flächen und Grundstücken lastenden Abgaben und Dienste vollständig und verlässlich zu erfassen. Die kolorierte Karte ist gleich zweimal angelegt worden und befindet sich im Stadtarchiv Lemgo (A 347). Einmal liegt sie in gebundener Mappe aus 41 Inselkarten vor. Alle 41 Reviere sind im Maßstab 1:3:000 dargestellt. Als zusammenhängende Übersichtskarte („General-Charte“) in der Größe von etwa 3,30 x 2,80 m ist sie außerdem für den Rat der Stadt angefertigt worden.

Beide Kartenwerke sind in den Jahren 2003/04 von der Kulturinitiative „Frauen für Lemgo“ konserviert und gesichert worden. Das Vorstandsmitglied Hannes Donath im Verein Alt Lemgo hat die Einzelkarte und das Kartenwerk digitalisiert.

Der Arbeitskreis Stadtgeschichte im Verein Alt Lemgo transkribierte 2006/07 das mehr als 200 Jahre alte Messbuch in handgeschriebener Deutscher Schrift. Das Buch hat die
Abmessung von 22 x 33 cm (Kanzleiformat),besitzt 548 Seiten und ist in Leder gebunden. Die vollständige Transkription kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Digitalisat der Einzelkarte

Digitalisate des Kartenwerks

Transkription des Messbuches (PDF, eta 4,5 MB) 


Absage von Veranstaltungen des Stadtarchivs Lemgo im April 2020

Die im Programm der VHS Detmold-Lemgo ursprünglich angekündigten Archivführungen zu Engelbert Kaempfer und zur Lemgoer Hexenverfolgung am 2. April 2020 bzw. am 23. April 2020 müssen leider ausfallen. Auch die Veranstaltung am 17. April in der Reihe "Aus dem Magazin geholt - Neues im Stadtarchiv" wird abgesagt. Die Veranstaltungen werden, wenn möglich, im zweiten Halbjahr 2020 nachgeholt.

Die Archivführung "Auf den Spuren der Kirchengemeinde St. Marien in den Beständen des Stadtarchivs" im Rahmen des Jubiläumsjahres "700 Jahre St. Marien" am 29. April 2020 wird zunächst weiter wie angekündigt stattfinden. Änderungen werden hier, über Facebook und über die Presse bekannt gegeben.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


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