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Sammlungen bestandsübergreifende Findmittel

Gs - Genealogische Sammelmappen (307 Archiveinheiten)

Der Bestand Gs vereinigt genealogisches Material (Originale, Kopien, Exzerpte u a.) unterschiedlichster Provenienz zu Lemgoer Familien. Dabei handelt es sich v. a. um Ahnen- und Abstammungstafeln, aber auch kleinere Abhandlungen zu Familiengeschichten sind enthalten. Teilweise wurden die Unterlagen durch Archivmitarbeiter angelegt, teilweise durch Dritte angefertigt.

 

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Hk - Häuserkartei (unerschlossen)

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Der Bestand Hk Häuserkartei erschließt v. a. serielle Quellen der Lemgoer Finanzverwaltung (im Wesentlichen Kontributionslisten) und sog. Brandkataster zur Wertschätzung der Immobilien im Hinblick auf Hauseigentümer. Er enthält keine Originale, sondern meist handschriftliche Auswertungen der Quellen nach Bauerschaften und Hausnummern. Im Benutzersaal stehen Kopien der Aufzeichnungen (im Original auf Karteikarten) in Leitzordnern. Die verwendeten Quellen sind nicht immer eindeutig angegeben, häufig bleibt unklar, aus welcher Unterlage die Information tatsächlich stammt.

Erfasst sind Gebäude in Lemgo vor der kommunalen Gebietsreform und die eine Bauerschaftsnummer besaßen. Hintergrund: vor 1912 wurden die Hausnummern in Lemgo nicht straßenweise gezählt, sondern innerhalb einer Bauerschaft. Von daher muss vor der Benutzung des Bestandes die frühere Bauerschaftsnummer des betreffenden Gebäudes geklärt werden. Dazu existieren Konkordanzen, die Bauerschaftsnummern und heutige Straßennummern gegenüber stellen. Zeitlich erstrecken sich die Angaben vom 17. bis zum Ende des 19. Jhds. 

Für die Zeit nach 1900 gibt es Adressbücher (Dienstbibliothek) und das seit 1892 geführte Einwohnermelderegister (zunächst in Buch- oder Bandform, dann als Kartei), die dann zu nutzen sind. Parallel existieren auch sogenannte Hausblätter (B 2563 - B 2594), die die Bewohner nach Häusern getrennt für die Zeit zwischen 1914 und 1964 angeben.


Kb - Kirchenbücher (Kopien, Abschriften) (Laufzeit: 1656 -1899, 32 Archiveinheiten)

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Kirchenbücher sind für den Zeitraum vor Einführung des Personenstandswesens in Lippe 1876 wesentliche und einschlägige Quellen für die Familienforschung.

Der Bestand Kirchenbücher umfasst hand- und maschinenschriftliche Abschriften sowie Ausdrucke und Kopien von Mikroformaten der Original-Kirchenbücher der Gemeinden St. Nikolai (ev.-luth.), St. Marien (ev-luth.) und St. Johann (ev.ref.) in Lemgo. Die Originale befinden sich zum Teil bei den Kirchengemeinden, als Depositum im Archiv der Lippischen Landeskirche in Detmold oder im Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen Lippe in Detmold. Zweitschriften der Kirchenbücher seit 1840 sind vollständig im Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen Lippe/ Personenstandsarchiv in Detmold vorhanden.

Die katholischen Geburten, Taufen, Trauungen, Beerdigungen usw. wurden bis 1854 im jeweiligen evangelischen Pfarrbezirk beurkundet, danach kath. Gemeinde St. Bonifatius bzw. Heilig Geist. Diese Fälle sind also in den evangelischen Kirchenbüchern zu finden. Die ev. ref. Gemeinde St. Johann war bis 1726 auch für Lieme zuständig. Seitdem existiert die eigenständige Pfarre St. Georg in Lieme mit eigenen Kirchenbüchern. Die Kirchenbücher der Pfarre St. Nikolaus in Brake befinden sich nicht im Stadtarchiv.

Microfiches aller lippischen Kirchenbücher befinden sich zudem im Archiv der lippischen Landeskirche in Detmold.

 

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Pl - Plögersche Sammlung (1381 Archiveinheiten)

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Genealogisches Suchinstrument zu Lemgoer Familiennamen. Für diese Sammlung wurden durch den ehemaligen Archivmitarbeiter Plöger Bürgermatrikel, Kirchenbücher, Geburtsbriefe, Lehnsregister, Ratsprotokolle, Prozessakten, Contributionsregister und andere Archivquellen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert aus den Beständen des Stadtarchivs ausgewertet. Die Informationen sind maschinen- und handschriftlich nach Familiennamen geordnet. Zu jedem Familiennamen gibt es eine Kladde mit karteikartenförmigen Zetteln. Auf der Vorderseite die biographischen Daten, auf der Rückseite die Quellenangaben. Die verwendeten Quellen sind meistens durch Kürzel angegeben. Eine Kopie der Sammlung ist im Lesesaal des Stadtarchivs zu nutzen. Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Neben der Plögerschen Sammlung sind für die Zeit nach 1876 die Personenstandsregister der Lemgoer Standesämter einschließlich der 1969/70 eingemeindeten Ortsteile (vgl. Bestände F 1 bis F 3), für die Zeit davor die Abschriften der Lemgoer Kirchenbücher (Bestand Kb), und die Namenslisten und Register im Bestand X (angefertigt von Stadtarchivar Hoppe) einzusehen. Die Genealogischen Sammelmappen (Bestand Gs) können ebenfalls nützliche Informationen bieten. Daneben sind in der Archivbibliothek Lemgoer und Lippische Adressbücher vorhanden. Ergänzend können auch die städtischen Einwohnermelderegister seit 1892 helfen, die bis 1914 frei benutzbar sind. Für den Zeitraum nach 1914 erfolgt die Benutzung nur auf Anfrage und durch das Archivpersonal.

In den Nachlässen NL 17, NL 18, NL 20, NL 40 und NL 54 finden sich weitere genealogische Informationen, die die Nachlassgeber im Rahmen ihrer Forschungsarbeit mit den Archivquellen aufgezeichnet haben.

Weiterführende Hinweise zur Familienforschung im Stadtarchiv finden Sie unter dem Menüpunkt "Benutzung". Im Lesesaal des Stadtarchivs können Sie das Info-Material auch in Papierform einsehen.

 

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Q - Alte Findmittel (bestandsbezogen) (unerschlossen)

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Der Bestand umfasst ältere, nicht mehr in Benutzung befindliche Findmittel, die durch digitale Formen abgelöst wurden (v.a. Archivdatenbank Augias).


X - Sachthematische Findhilfsmittel und Inventare (81 Archiveinheiten)

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Dieser Bestand umfasst Spezialinventare, bestandsübergreifende Findmittel und detaillierte Auswertungen einzelner Verzeichnungseinheiten (wie das Bürgerbuch oder das Urfehdebuch). Tatsächliche, ältere Findmittel sind nicht enthalten (siehe Q - Alte Findmittel).

Die Vollständigkeit und Genauigkeit dieser Verzeichnisse ist nicht gesichert, da ihr Zustandekommen nur im Wissen des damaligen Bearbeiters lag (Hans Hoppe, siehe NL 20). Für die Benutzung und Zugänglichkeit einiger Bestände (wie des Urkundenbestandes U oder der Kopien der Kirchenbücher Kb) sind die zumeist handschriftlich geführten Notizbücher eine unverzichtbare Hilfe. 

Die Gliederung des Bestandes orientiert sich weitgehend an den ausgewerteten Quellen wie Urkunden, Akten oder Amtsbücher. Natürlich kann es im Einzelfall Überschneidungen geben. In diesen Fällen wurden die Findmittel der dominierenden Archivgutart zugeordnet.

 

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