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Aktivitäten 2015

Abschlussveranstaltung der Führungsreihe „Meilensteine und Wendepunkte“ im Stadtarchiv Lemgo am 2. Dezember 2015 um 19 Uhr (27.11.2015)

Zum letzten Termin gibt es die Auflösung der insgesamt acht Fragen zu den Führungsthemen. Anschließend findet die Ziehung des Gewinners oder der Gewinnerin statt. Wer den ausgefüllten Flyer bisher noch nicht im Stadtarchiv abgegeben hat, kann dies noch am Wochenende über den Briefkasten des Archivs tun. Der Gewinn wird von der Förderinitiative Stadtarchiv gesponsort. Außerdem wirft Stadtarchivar Marcel Oeben einen Blick auf die künftigen Veranstaltungen und Aktivitäten des Stadtarchivs im nächsten Jahr. Zum Abschluss des Abends am 2. Dezember soll es ein gemütliches Beisammensein geben. Auch wer nicht am Gewinnspiel teilgenommen hat, ist natürlich herzlich eingeladen.


Archivführungen "Meilensteine und Wendepunkte" (28.09.2015)

Die Geschichte einer Stadt weist häufig Meilensteine und Wendepunkte auf. Sie verweisen auf Umbrüche und Veränderungen in der Stadtentwicklung. Im Jubiläumsjahr 2015 versucht das Stadtarchiv anhand von Dokumenten aus dem Archivbestand solche Stationen der Lemgoer Stadtgeschichte aufzuzeigen.

Die Auswahl beschränkt sich auf insgesamt acht Beispiele (= acht Jahrhunderte). Zu jedem Termin werden in einer etwa halbstündigen Führung ausgewählte Archivzeugnisse präsentiert und erläutert.

Außerdem gibt es ein Quiz mit Fragen zu den jeweiligen Führungsthemen. Die richtigen Antworten können Sie in einen Flyer eintragen und mit Ihren Kontaktdaten im Stadtarchiv abgeben. Den Flyer mit den Fragen, Terminen und weiteren Informationen erhalten Sie bei den Führungen, im Lesesaal des Stadtarchivs, bei den städtischen Museen, in der VHS Detmold-Lemgo, bei der Stadtbücherei und weiteren Stellen innerhalb der Stadt.

Von den acht Fragen müssen mindestens fünf Fragen richtig beantwortet werden. Die Gewinnverlosung und Auflösung des Quiz findet am 2. Dezember 2015, um 19 Uhr im Stadtarchiv statt. Einsendeschluss ist der 27.11.2015. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Natürlich können Sie auch ohne Quiz an den Führungen teilnehmen.

Termine

(Beginn jeweils 19 Uhr im Stadtarchiv)

Mi., 07.10.2015

1190 Stadtgründung

Die Gründung Lemgos ist durch keine Urkunde direkt dokumentiert. Trotzdem lässt sich der Entstehungszeitpunkt bestimmen und Hinweise auf Vorgängersiedlungen finden.

Frage: An welcher Urkunde im Stadtarchiv befindet sich ein Siegel, das in vergleichbarer Form, ursprünglich auch an der Bestätigung der Stadtrechte von 1245 (U 2) hing? (Nennen Sie bitte nur die Signatur!)

Mi., 14.10.2015

1365 Zusammenlegung Altstadt und Neustadt

Ursprünglich gab es bis 1365 zwei „Lemgos“, was sich auch heute noch in der Stadtgestalt widerspiegelt.

Frage: Vor welchem Gericht sollte das Vidimus von 1546 (A 62) mit der Abschrift der Urkunde über die Zusammenlegung von Alt- und Neustadt 1365 vorgelegt werden?

Mi., 21.10.2015

1617 Röhrentruper Rezess

Die Konflikte zwischen Lutheranern und Reformierten sowie zwischen Stadt und Landesherr fanden ihren vorläufigen Abschluss und Höhepunkt im Röhrentruper Rezess.

Frage: Wie lautet der volkstümliche Begriff zu dem der Vorgang („Lemgoer Gegenbericht“)  in Akte A 10059 unter Nr. XXVIII gehört? Es gibt ein gleichlautendes Lemgoer Theaterstück…

Mi., 28.10.2015

1648 Ende des 30jährigen Krieges

Die Auswirkungen der langen Kriegsjahre verstärkten eine Abwärtsentwicklung Lemgos, die bereits vorher eingesetzt hatte und bis ins 19. Jahrhundert nachwirkte.

Frage: Wie müsste das Datum des Protokolleintrages im Ratsprotokoll vom 21. Oktober 1648 nach heutiger Zeitrechnung korrekt lauten?

Mi., 04.11.2015

1867 Feldmark zur Besiedlung freigegeben

Bis ins 19. Jhd. blieb Lemgo auf das Areal innerhalb der Wallanlagen begrenzt. 1867 wurde schließlich

die umgebende Feldmark zur Besiedlung freigegeben.

Frage: Wie hieß der Antragsteller für eine Neuwohnerstätte in der Lemgoer Feldmark im Jahr 1796?

Mi., 11.11.2015

1896 Eröffnung der Bahnlinie Lage – Lemgo

Die „verspätete“ Industrialisierung Lemgos gewann durch die Bahnanbindung doch noch Auftrieb, was

sich auch in einem Modernisierungsschub um 1900 bemerkbar machte.

Frage: In welchen beiden Jahren wurden Produktions- und Güterstatistiken Lemgoer Gewerbe für den geplanten Eisenbahnanschluss aufgestellt?

Mi., 18.11.2015

1945 Ende Zweiter Weltkrieg/Flüchtlinge u. Vertriebene

Als Kriegsfolge kamen zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene auch nach Lemgo, wo sie eine neue Heimat fanden und das Bild der Stadt nachhaltig veränderten.

Frage: Wie hieß die inoffizielle Bezeichnung des Siedlungsvorhabens "Auf dem Stucken" in Brake?

Mi., 25.11.2015

1969/70 Großgemeindebildung

Durch die Gebietsreform 1969/70 verloren dreizehn politische Gemeinden im Umkreis Lemgos

ihre Selbstständigkeit und wurden zur Großgemeinde mit Lemgo vereinigt.

Frage: Welche beiden Gemeinden wünschten 1968/69 der Großgemeinde Lemgo beizutreten, was aber nicht geschah?


Das älteste Wohnhaus in Lemgo. Neu entdeckte Spuren eines romanischen Steinbaus am Hinterhaus Mittelstraße 56 (29.10.2015)

Vortrag von Dr. Heinrich Stiewe, Blomberg-Wellentrup

Termin: Donnerstag, 5. November 2015, 19 Uhr

Ort: Lemgo, Alte Abtei (VHS), Breite Str. 11

Veranstalter: VHS Lemgo, Stadtarchiv Lemgo und Verein Alt Lemgo

Das Haus Mittelstraße 56 gehört zu den bedeutenden Steingiebelhäusern in Lemgo; die 1556 datierte Fassade zeigt Elemente der Spätgotik und Renaissance. Dahinter verbirgt sich ein weitaus älterer Kernbau, dessen genaues Alter bisher nicht bekannt war. Bei einer Renovierung kurz vor 1990 kamen am Rückgiebel des Hauses drei vermauerte Fensteröffnungen mit leichtem Spitzbogen und Spuren von früheren Drillingsarkaden zutage. Fenster dieser Art sind in die Spätromanik zu datieren - damit lässt sich für Mittelstraße 56 ein spätromanischer Kernbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts (um 1230) nachweisen. Dieser Befund ist über Lippe hinaus bedeutsam, vergleichbare romanische Wohnbauten sind in Westfalen bisher nur aus Soest und Osnabrück bekannt. In dem Vortrag wird dieser Befund vorgestellt und in größere Zusammenhänge eingeordnet.


"Lemgos Mitte - Rathaus, Ballhaus & Co" - Ausstellung im Stadtarchiv

Das Stadtarchiv präsentiert ab dem 15. Juli 2015 bis 2. Oktober 2015 die Ausstellung „Lemgos Mitte – Rathaus, Ballhaus & Co“ über die historische Entwicklung des stadtgeschichtlichen Zentrums. Eröffnung der Ausstellung ist am 14. Juli 2015 um 18 Uhr im Gartensaal der VHS Detmold-Lemgo (Alte Abtei, Breite Straße 10).

Am Mittwoch, 26.08.2015, gibt es wieder eine öffentliche Führung durch die Ausstellung. Beginn ist um 18 Uhr am Süsterhaus, Rampendal 20a. Anmeldung ist nicht erforderlich und die Führung ist kostenlos.

Weitere Informationen im Archivblog Lippe.


Tag des offenen Denkmals am 13. September 2015 im Stadtarchiv (07.09.2015)

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto "Handwerk, Technik, Industrie". Neben vielen anderen Kultureinrichtungen beteiligt sich auch das Stadtarchiv mit einer kleinen Präsentation zum Buchbinderhandwerk in Lemgo. 

Das Stadtarchiv zeigt aus seinen Beständen und aus Privatbesitz Fotos und Dokumente zur Geschichte des Buchbinderhandwerks in Lemgo seit dem 18. Jhd., insbesondere am Beispiel der Familie Ohle, die über mehrere Generationen diesem Handwerk nachging. 

Die Lemgoer Buchbinderin Martina Begemann zeigt außerdem anhand von Materialien und Werkzeugen das traditionelle Handwerk des Buchbindens – vom Druckbogen bis zum Buch. Wer will, kann selbst Hand anlegen und ein Lesezeichen herstellen und anschließend mitnehmen. Vorführungen stündlich von 11 bis 16 Uhr. Die Präsentation des Stadtarchivs ist von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Ort: Stadtarchiv Lemgo, Rampendal 20a (hinter der Sparkasse). 

Zum Programm des Denkmaltages am 13. September in Lemgo.


Literaturempfehlung (23.07.2015)

Ian Kershaw: Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45

Kershaw, einer der besten Kenner der NS-Geschichte, hat sein neues Buch zur Endphase des „Dritten Reiches“ vorgelegt. Der Zeitraum erstreckt sich vom gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 bis zur deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945. Es behandelt die, bisher nur unzureichend beantworterte Frage, warum der NS-Unrechtstaat bis zum letzten Tag funktionierte ohne zusammen zu brechen. 

Weitere Informationen zu dieser Publikation finden sie hier.


Hanse-Ausstellung im Stadtarchiv an den Westfälischen Hansetagen (26.06.2015)

Zu den Westfälischen Hansetagen am 27. und 28.06.2015 zeigt das Stadtarchiv eine Auswahl an Archivdokumenten zur Hansegeschichte Lemgos. Die Ausstellung ist dieses Wochenende an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr im Rampendal 20 a geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Nebenbei werden auch Postkarten mit Lemgoer Motiven zu Gunsten der "Förderinitiative Stadtarchiv" zu 50 Cent das Stück verkauft. 

Informationen zur Hansegeschichte Lemgos finden Sie auch hier.


Doppeljubiläum des Stadtarchivs - 25 und 425 Jahre (11.06.2015)

2015 feiert nicht nur die Alte Hansestadt Lemgo ein Jubiläum, sondern auch das Stadtarchiv, genauer gesagt, zwei Jubiläen: 1990 erfolgte der Einzug des Archivs in das kernsanierte Süsterhaus und 1590 wurden Archivschränke in die damalige Neue Ratsstube im Rathaus eingebaut. 

Aus diesem Anlass findet am 21.06.2015 (Sonntag) ein Tag der offenen Tür und ein Abendvortrag statt. 

Nähere Informationen erhalten Sie hier


Literaturempfehlung (11.06.2015)

Jobst Bruno Siek: Lemgo in den Zwanziger Jahren   

Bei dem Büchlein, dass in den 1980er Jahren im Selbstverlag herausgegeben wurde, handelt es sich um einen wahren Schatz für Anekdoten und lippische Alltagsgeschichte in der Weimarer Republik. 

Weitere Informationen zu dieser Publikation finden sie hier.


Literaturempfehlung (05.06.2015)

Günter Rhiemeier: Zwischen Bega und Bredaerbruch  

Der Name Günter Rhiemeier (1938-2006) ist vielen Lemgoern ein Begriff. Der versierte Heimatforscher verfasste viele Texte zur Geschichte Lemgos und seiner Ortsteile. Die vorliegende Publikation konnte er vor seinem Tod nicht mehr beenden, sodass der Verein Alt Lemgo das Fragment in ihrer Reihe Gelbe Hefte im Jahr 2009 veröffentlichte. Es handelt sich also um keine Neuerwerbung, allerdings um wichtiges Handwerkszeug für lokalgeschichtliche Forschungen.  

Weitere Informationen zu dieser Publikation finden sie hier.


Literaturempfehlung (28.05.2015)

Lippe. Erfassung Westfälischer Ortsansichten vor 1900 (Westfalia Picta Band 10)  

Das Projekt Westfalia Picta zielte darauf ab, alle Bildquellen Westfalens aus der Zeit vor der Fotografie zu sammeln und zugänglich zu machen. Der Band Lippe bildet den Abschluss der 10-bändigen Serie und weist auf 1000 Seiten mit mehr als 1500 Objektnummern eine umfangreiche Kunstproduktion in der Region nach. 

Weitere Informationen zu dieser Publikation finden sie hier.


Literaturempfehlung (21.05.2015)

Jens Kirschneck, Marcus Uhlig u.a.: Arminia Bielefeld. 100 Jahre Leidenschaft 

Am Wochenende hat es Arminia Bielefeld mal wieder geschafft – der Aufstieg in die 2. Liga ist erreicht. Zum 100jährigen Vereinsjubiläum 2005 wurde das Buch „100 Jahre Leidenschaft“ geschrieben. Die wechselvolle Geschichte von Arminia wurde hier von unabhängigen Autoren ausführlich aufgearbeitet. Für jeden Fußballinteressierten ein Muss.    

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Literaturempfehlung (07.05.2015)

Volker Weidermann: Das Buch der verbrannten Bücher 

Am 10. Mai 1933 wurden in Deutschland die Bücher von Autoren verbrannt, die nicht in das nationalsozialistische Weltbild passten. Volker Weidermann erzählt, wie dieser Tag verlief, er erzählt von dem Bibliothekar Herrmann, der die Urliste aller Listen erstellte, nach denen dann die Scheiterhaufen bedient wurden, und er erzählt von den Werken und ihren Autoren – und davon, wie willfährige Buchhändler und Bibliothekare die Bücher aus ihren Regalen entfernten, so gründlich, dass viele Werke und Autoren danach nicht wieder zum Vorschein kamen.    

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Internetseite zur Hansegeschichte Lemgos (05.05.2015)

Anlässlich der 32. Westfälischen Hansetage in Lemgo am 27. und 28.06.2015 gibt es auch eine neue Internetseite zur Hansegeschichte Lemgos. Dort finden Sie eine kurze historische Zusammenfassung sowie eine Quellen- und Literaturübersicht zum Thema.


neue Literaturempfehlung (30.04.2015)

Eckart Kleßmann: Über dir Flügel gebreitet. Eine Kindheit 1933-1945 

Der Schriftsteller, Journalist und Historiker Eckart Kleßmann wurde am 17. März 1933 in Lemgo geboren. In diesem Buch erzählt er von seiner Kindheit, den ersten zwölf Lebensjahren, die genau in die Zeit des damals herrschenden Hitler-Regimes fielen. Das bedeutet: In diesem Buch geht es auch darum, in welchem Maße ein Kind von der Ideologie des Nationalsozialismus beeinflusst wurde.     

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Literaturempfehlung (23.04.2015)

Film-Archiv Lippe: Schlachten und Stätten der Liebe 

Lippe ist eine Filmregion!? Das ist jedenfalls eines der überraschenden Ergebnisse dieses Buches. Zuerst fällt auf, wie viele Filme über diese Region überhaupt (noch) existieren. Dann fasziniert der historische Quellenwert, der in diesen Filmdokumenten steckt und darauf wartet, entdeckt und entschlüsselt zu werden.    

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


„Sonst geht’s mir gut…“ – Paul Vietmeier schreibt aus dem Krieg (14.04.2015)

Vom 31. Juli 2014 bis 14. April 2015 stellte das Stadtarchiv Lemgo Feldpostbriefe des Braker Soldaten Paul Vietmeier (8.11.1892 - 13.4.1915) aus dem Ersten Weltkrieg in Form einer Kriegschronik online. Neben den Digitalisaten der Feldpostbriefe und Feldpostkarten an die Mutter Sophie Vietmeier in Brake und an die Brüder und die Schwester sind auch ergänzende Zeitungsartikel der Lippischen Post über die Lemgoer „Heimatfront“ und Tagebuchauszüge enthalten.

Paul Vietmeier war der vierte Sohn von Ernst (26.9.1847 - 18.9.1908) und Sophie Vietmeier (22.11.1860 - 4.2.1936), Pächter der Öl- und Sägemühle in Brake. Sie hatten insgesamt sechs Söhne (Fritz, Willi, Otto, Ernst, Paul und Walter) und eine Tochter (Johanne). Bis auf den ältesten Sohn Fritz, der in der Zeit des Ersten Weltkrieges die väterliche Mühle leiten musste, waren alle Söhne als Soldaten im Krieg.  Am 13. April 1915 starb Paul Vietmeier aufgrund eines Kopfschusses an der Westfront in Frankreich (Marquillies), in der Nähe der belgischen Grenze. Zu diesem Zeitpunkt war er 23 Jahre alt. Kriegskameraden übersandten der Mutter später Fotoaufnahmen seiner Grabstätte. Der Todestag Paul Vietmeiers ist zugleich auch der natürliche Endpunkt dieses Online-Projektes, das nun insgesamt 253 Einträge umfasst.

In seinen Schreiben an die Familie schildert Paul Vietmeier anschaulich den Kriegsalltag vom anfänglichen Vormarsch durch Belgien und den dann folgenden Stellungskrieg im Schützengraben an der Westfront in Frankreich. Er schreibt  von den alltäglichen Nöten zwischen Nässe, Kälte, Hunger, Schlafmangel, Schanzarbeiten, Wache stehen und auch Langeweile. Lakonisch kommentiert er die Gefahren und den allgegenwärtigen Tod. Er verschweigt auch nicht die Kriegsgräuel und die Leiden der Zivilbevölkerung. Abwechslung bringen Nachrichten aus der Heimat, Esspakete, Zigarren und Süßigkeiten. In den Briefen zeigt sich neben Durchhaltewillen und Leidensfähigkeit, auch Nachdenklichkeit über das, was der Krieg aus einem Menschen macht.

Die Feldpostbriefe und Fotos sind Teil des Nachlasses der Familie Vietmeier im Stadtarchiv (Depositum des Landesverbandes Lippe, Weser-Renaissance-Museum).  Das Findbuch zum Bestand ist unter archive.nrw ebenfalls online verfügbar.


Literaturempfehlung (09.04.2015)

Michaela Vieser und Irmela Schautz: Von Kafferiechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreißern 

Das Buch erzählt und zeigt zusätzlich mit den gelungenen Illustrationen eine gelungene Alltagsgeschichte der Arbeit und des Wirtschaftens. Anekdoten, Dokumente, Begriffe und Bilder erinnern daran, dass im Prozess der gesellschaftlichen Entwicklung Berufe ständig kommen und gehen.    

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Literaturempfehlung (02.04.2015)

Verein Alt Lemgo: Rund um die Wälle (Ausgabe 2015) 

An dieser Stelle wird die neue Ausgabe des Mitteilungsblattes des Vereins Alt Lemgo vorgestellt. In „Rund um die Wälle“ zeigt sich der Verein, stellt seine Aktivitäten für das Jahr 2015 vor und präsentiert aktuelle Forschungserkenntnisse der Lokalgeschichte.    

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Literaturempfehlung (26.03.2015)

Marianne Weber (Hrsg.): Wer hat Angst vor Marianne Weber?  

Marianne Weber (1870-1954), gebürtig aus Oerlinghausen, war eine deutsche Schriftstellerin, Wissenschaftlerin, Ehefrau, Frauenrechtlerin und Politikerin. In Briefen von und an Marianne Weber kann man Sie als herzliche, manchmal als empörte oder andersdenkende Freundin kennenlernen, was diese Publikation ermöglicht.   

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Akten des Stadtarchivs in der Massenentsäuerung (20.03.2015)

Im Rahmen der Landesinitiative Substanzerhalt NRW zur Massenentsäuerung gefährdeten Papiergutes sind auch dieses Jahr wieder über 700 Akten zeitweise außerhalb des Stadtarchivs und stehen nicht zur Benutzung zur Verfügung. 

Die Akten aus der Entsäuerungsmaßnahme 2014 sind wieder zurück im Stadtarchiv und können benutzt werden. 

Eine Liste der nicht benutzbaren Akten finden Sie hier.


Literaturempfehlung (19.03.2015)

An der „Heimatfront“. Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg  

Ausnahmsweise mal ein multimedialer Tipp: Die Dokumentation 'An der „Heimatfront“ – Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg' beleuchtet die Geschehnisse der Jahre 1914 bis 1918 explizit aus regionaler Perspektive und dem Blickwinkel der Zivilbevölkerung.  

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Die Förderinitiative Stadtarchiv trifft sich wieder am 10. März 2015 (06.03.2015)

Am 10. März 2015 lädt die Förderinitiative Stadtarchiv wieder zu einem gemeinsamen Treffen im Vereinshaus Alt Lemgo e.V., Breite Straße 7  ein. Beginn ist um 19 Uhr. Themen dieses Treffens: Präsentation und Verteilung Flyer, Postkarten mit Motiven aus dem Stadtarchiv, Planung Jubiläum Stadtarchiv 2015, Verschiedenes. Interessierte und Neugierige sind immer herzlich willkommen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.


neue Literaturempfehlung (05.03.2015)

Gerhard im Schlaa/Hans-Ulrich Krause: 50 Jahre Tischtennis im Lipperland 1945-1995 

Ausführliche Dokumentation über den Tischtennissport in Lippe im Allgemeinen und den Tischtenniskreis Lippe im Speziellen, die zusätzlich einen großen Statistikteil enthält. 

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Literaturempfehlung (26.02.2015)

Gerald Kreucher: Karten und Pläne im Archiv 

Im Stadtarchiv Lemgo findet sich ein großer Bestand an Karten und Plänen, der verhältnismäßig selten benutzt wird, allerdings große Erkenntnisgewinne bergen kann. Diese Publikation bietet einen Einblick in die Nutzungsmöglichkeiten dieser Quellen und will Hemmnisse abbauen. 

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Karl Junker macht Entwurf für Museum in Berlin (25.02.2015)

Im Stadtarchiv hat sich der Bauplan Karl Junkers zum Bauantrag für sein bekanntes Wohnhaus in der Hamelner Straße (heute: Museum Junkerhaus Lemgo) erhalten (Sta Lemgo M 133). Die auf dem Plan vorhandenen Zeichnungen gehören zur entsprechenden Bauakte. Für seinen Antrag verwendete Junker offensichtlich Teile seiner älteren Entwürfe, so auch in diesem Fall. Über der nur schwer lesbaren Unterschrift "Museum für Gemälde und Skulpturen der Christlichen Epoche“ finden sich zwei Aufrisse eines Gebäudes. 

Einer Forschergruppe an der TU Berlin im Rahmen des Projektseminars "Museumsvisionen - Wettbewerb zur Erweiterung der Museumsinsel 1883/84" ist es nun gelungen, Junkers Museumsentwürfe diesem Wettbewerb zuzuordnen. 

Die Ergebnisse des Projektseminars hinsichtlich der Wettbewerbsbeiträge (auch von Junker) sollen publiziert werden. 

Rückseite des Bauantrages (Stadtarchiv Lemgo M 133)


Literaturempfehlung (19.02.2015)

Cornelia Kneppe: Landwehren 

Das Buch stellt ein sehr interessantes Kompendium dar, das die wesentlichen Merkmale von Landwehren darstellt und gleichzeitig auf ihre Funktion und Bedeutung zu ihrer Bebauungszeit und bei der späteren Nutzung eingeht. 

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Meier, Kirchengeschichte Lemgos im Mittelalter, Do. 19.30 Uhr, VHS 19.02.2015 (12.02.2015)

Im Rahmen der Reihe „825 Jahre Alte Hansestadt Lemgo“ hält Prof. Dr. Ulrich Meier (Bielefeld) am 19.02.2015  einen kostenlosen Vortrag zu „Herrlich wie eine Bischofsstadt – Zur Kirchengeschichte Lemgos im Mittelalter“. Ort ist die VHS Detmold-Lemgo, Breite Straße 10 (Alte Abtei). Beginn: 19.30 Uhr. 

Ankündigung der VHS


neue Literaturempfehlung (12.02.2015)

Gerhard Kroos: Cronik des Posaunenchores Lemgo 

Für jeden lokal- oder kirchengeschichtlich interessierten Menschen bietet das Büchlein interessante Einblicke zur lippischen Erweckungsbewegung und natürlich besonders zur Geschichte der Posaunenchöre in Lemgo. 

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Literaturempfehlung (05.02.2015)

Hans-Gerd Schmidt: Die 68er-Bewegung in der Provinz 

Für Lemgoer besonders interessant sind z.B. die Informationen über den Studentenclub oder die Gründung des Grünen-Ortsvereins.

Wer in die Zeit nach 1968 in Lippe eintauchen will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. 

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.


Besuch Bundespräsident Richard von Weizsäcker in Lemgo 1985 (01.02.2015)

Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker ist am 31. Januar 2015 verstorben. Am 30. August 1985 besuchte er auch die Alte Hansestadt Lemgo. Anlass seines Besuches war die 150-Jahrfeier des Lippischen Landesmuseums in Detmold. Hier einige Fotoaufnahmen vom Besuch des Staatsoberhauptes in Lemgo aus dem Stadtarchiv.

 

Foto 1 | Foto 2 | Foto 3 | Foto 4 | Foto 5 | Foto 6 | Foto 7 | Foto 8


Literaturempfehlung (29.01.2015)

Johannes Dillinger: Kinder im Hexenprozess 

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier


Lesekurs Paläographie beginnt wieder am 05.02.2015 ! (23.01.2015)

Der VHS-Kurs "Paläographie - Alte Schriften lesen leicht gemacht" beginnt wieder am Donnerstag, 05.02.2015, um 18 Uhr im Stadtarchiv Lemgo (Süsterhaus), Rampendal 20a (hinter der Sparkasse). 

Es gibt insgesamt 10 Termine zu jeweils 90 Minuten. Die Kosten für den Kurs betragen 20 Euro.  Der Kursus richtet sich an historisch Interessierte, Familien- und Heimatforscher und auch an Schülerinnen und Schüler. Neue Teilnehmer/innen sind immer herzlich willkommen. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich. 

Paläographie (griechisch) meint die Lehre von den alten Schriften und ihrer Entwicklung. Wer sich mit der Vergangenheit oder der eigenen Familiengeschichte befasst, wird irgendwann mit handschriftlichen Dokumenten konfrontiert, die für das ungeübte Auge schwer oder gar nicht zu lesen sind. Ziel des Kurses ist es, eine praxisorientierte Lesefertigkeit zu vermitteln. Für die Leseübungen werden Schriftbeispiele aus den Beständen des Stadtarchivs verwendet. Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei auf dem 19. und 20. Jhd. Auf Wunsch der Teilnehmer/innen können auch andere Zeiträume behandelt werden. 

In diesem Semester werden Briefe und andere handschriftliche Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg bzw. vom Kriegsende und Kriegsgefangenschaft im Vordergrund stehen.  

Anmeldung bitte über die VHS Detmold-Lemgo www.vhs-lemgo.de . Kursnr.: L2356.


Arbeitskreis Stadtgeschichte geht am 28.01.2015 wieder los! (21.01.2015)

Das Semester der VHS Detmold-Lemgo hat  begonnen und auch der Arbeitskreis Stadtgeschichte fängt in seinem 40. Jahr wieder an! 

Erster Termin ist Mittwoch, der 28.01.2015, um 20 Uhr im Vereinshaus Alt Lemgo e.V., Breite Straße 7. Insgesamt gibt es wieder sechs Termine. 

Der Arbeitskreis ist ein offenes Forum für alle an der Geschichte Lemgos Interessierte, die sich selbst aktiv miteinbringen möchten.  Wir erarbeiten gemeinsam verschiedene Themen aus der Stadtgeschichte anhand von Veröffentlichungen, bildlichen und schriftlichen Quellen sowie aus Zeitzeugenberichten. Schwerpunkt in diesem Semester wird die Denkmals- und Erinnerungskultur in Lemgo sein. Eigene Themenvorschläge sind möglich. Der Arbeitskreis hält Verbindungen zu Vereinen, Archiven und Museen. Neue Teilnehmer/innen aller Altersstufen sind herzlich willkommen.  

Anmeldung bitte über die VHS Detmold-Lemgo www.vhs-lemgo.de . Kurs: L1348.


Treffen der Förderinitiative Stadtarchiv am 27.01.2015 um 18 Uhr (21.01.2015)

Die Förderinitiative Stadtarchiv trifft sich wieder am 27.01.2015 (Dienstag) um 18 Uhr im Vereinshaus Alt Lemgo e.V., Breite Straße 7. Interessierte und Gäste sind gerne willkommen! Jeder ist eingeladen, mitzumachen! 

Themen werden sein: der gesponsorte Flyer für die Förderinitiative, Rückblick Win-Win-Börse, die Verwendung der bisher eingenommenen Gelder, Jahresplanung 2015, Verschiedenes.


Schließung des Lesesaales am 29.01.2015 (21.01.2015)

Aufgrund einer archivpädagogischen Veranstaltung des Stadtarchivs öffnet der Lesesaal im Süsterhaus am 29.01.2015 (Donnerstag) erst um 13.30 Uhr. Danach ist der Lesesaal wieder regulär bis 18 Uhr geöffnet.


Vortrag Dr. Manuela Kramp, St. Nicolai, Do. 29.01.2015, 19.30, VHS (23.01.2015)

Im Rahmen der Vortragsreihe "825 Jahre Alte Hansestadt Lemgo" trägt Dr. Manuela Kramp Ergebnisse ihrer baugeschichtlichen Untersuchungen an St. Nicolai vor. 

Ankündigung der VHS (PDF)


Literaturempfehlung (15.01.2015)

Zeitenwende. Aspekte der westfälischen Fotografie im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert 

Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung des LWL zeigt am Beispiel einer besonders reichhaltigen

Bildüberlieferung den Beginn der Moderne in Westfalen. 

Informationen zu dieser Neuerwerbung des Stadtarchivs finden sie hier.

Stadtarchiv
Süsterhaus
Rampendal 20a
32657 Lemgo
stadtarchiv(at)lemgo.de

Stadtplan (Link)

Leitung:

Marcel Oeben
Tel. 0 52 61 - 21 34 13
Fax 0 52 61 - 21 31 61
m.oeben(at)lemgo.de

Mitarbeiter:

Robin Butte
0 52 61 - 21 32 75
Fax 0 52 61 - 21 31 61
stadtarchiv(at)lemgo.de