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Geschichte

Die Entstehungsgeschichte des städtischen Archivs

Alte Archivschränke

Ursprünglich befand sich das Archiv der Stadt Lemgo im Rathaus, wo in der ab 1589 ausgebauten Neuen Ratsstube noch immer die Archivschränke aus der Werkstatt Sebastian Kades vorhanden sind. Neben den Amtsbüchern wurden besonders die Urkunden als Beweismittel aufbewahrt, das Archiv diente überwiegend juristischen Zwecken.  

Auch als der Platz in diesen Schränken nicht mehr ausreichte, blieb das Archiv bis ins 19. Jahrhundert in verschiedenen Räumen des Rathauses.  

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befand es sich in mehreren Räumen der Rathauslaube, wo es aber dem Ratsapotheker weichen musste und ein Teil in den Spielturm der Nicolaikirche ausgelagert wurde. Dieser Teil ging bei Renovierungsarbeiten am Turm verloren: Das Papier wurde an eine Papiermühle verkauft, die Pergamenturkunden an einen Händler, von dem sie auf Betreiben des Archivars August Schacht wieder erworben werden konnten, darunter auch die 1245 ausgestellte Bestätigung des Lemgoer Stadtrechts, die wichtigste Urkunde zur Verfassungsgeschichte Lemgos.  

Mit Schacht, der 1876 als Gymnasiallehrer nach Lemgo kam, begann die Erschließung des Archivs durch eine Reihe von nebenamtlichen Betreuern: Dr. August Schacht, Heinrich Möller-Friedrich und Dr. Hans Hoppe. Das Archiv selbst wurde nach 1918 aus dem Rathaus in das Gebäude der Stadtsparkasse verlagert und 1939 in das Süsterhaus, das sich im Besitz des damaligen Archivars Möller-Friedrich befand. Sein Nachfolger Dr. Hoppe, der die Leitung des Archivs 1955 übernommen hatte, war der letzte nebenamtliche Archivar Lemgos. Seit 1981 wird das Archiv hauptamtlich geführt. 

Das Süsterhaus - Gebäude des Stadtarchivs

der spätgotische Bruchsteinbau des Süsterhauses (d.h. Schwesternhauses) entstand 1504-1507 (Weihe) als Kapelle des Augustinerinnen Klosters von St. Maria ad angelos im Rampendal. Nach der Reformation wurde hier in 1560 gemieteten Räumen die erste Lemgoer Druckerei unter Beteiligung des Lateinschulrektors Bernhard Copius eingerichtet. Nachdem 1576 die letzte Nonne gestorben war, erfolgte ein dreigeschossiger Durchbau und 1583 zog das Gymnasium in die ehemaligen Klostergebäude ein: Die an die Straße grenzenden Häuser dienten als Wohnhäuser der Lehrer und im Süsterhaus waren die Klassenzimmer untergebracht. 1872 zog das Gymnasium um in den Lippehof und ab Ostern 1873 nutzte die Höhere Töchterschule das Gebäude, bis auch sie 1911 ein neues Gebäude in der Primkerstraße bezog. In der Folgezeit diente das Gebäude als Wohnhaus, zuletzt dem Lehrer und nebenamtlichen Archivar Heinrich Möller-Friedrich, der das Gebäude 1938 vom Land Lippe erworben und eine Etage der Stadt als Archiv überlassen hatte. Nach dem Kauf wurde das Innere umgebaut und von 1939-1986 belegte das Stadtarchiv ein Geschoss des Süsterhauses, musste dann aber vorübergehend in das Wippermannsche Torhaus ausweichen. Im Jahr 1986 erwarb nämlich die Stadt Lemgo das Gebäude von den Erben der Familie Möller-Friedrich. Anschließend wurde bis 1990 das Äußere des Gebäudes von Grund auf saniert und das gesamte Innere zu einem modernen Archiv ausgebaut. Hier lagern die auf Dauer aufzubewahrenden Bestände, Zeitungen und die alte Gymnasialbibliothek. Neuere Ablieferungen befinden sich teilweise in einem so genannten Verwaltungs- oder Zwischenarchiv im Zeughaus.  

Stadtgeschichte Lemgo

Informationen zur Stadtgeschichte Lemgos finden Sie unter dem Punkt "Links".

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Süsterhaus
Rampendal 20a
32657 Lemgo
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