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Benutzung

Aufgaben und Zuständigkeiten

Benutzerarbeitsplätze im Lesessaal

Das Stadtarchiv ist das „Gedächtnis“ der Stadt Lemgo. Verwaltungsunterlagen der Stadt werden nach rechtlicher, administrativer und historischer Bedeutung beurteilt und dementsprechend vorübergehend im Zwischenarchiv oder dauerhaft im historischen Archiv verwahrt. Das Stadtarchiv ermöglicht die Benutzung dieses Materials durch entsprechendes Ordnen und Verzeichnen. Im Ergebnis werden den Benutzerinnen und Benutzern diese Unterlagen durch Findmittel zugänglich gemacht. Daneben werden Dokumente von Privaten, Vereinen und Verbänden sowie Firmen in das Stadtarchiv übernommen, um ein möglichst vollständiges Bild des kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Lebens in Lemgo zu erhalten.

Die Zuständigkeit des Archivs umfasst die Stadt Lemgo. Seit der Gebietsreform 1969/70 ist das die Stadt Lemgo (44.586 Einwohner, Stand: 31.12.2006; Gesamtfläche: 100.861.968 qm) mit den Ortsteilen, den ehemals selbstständigen Gemeinden Brake, Brüntorf,  Entrup, Kirchheide, Leese, Lieme, Lüerdissen, Matorf, VoßheideWahmbeck, Welstorf, Wiembeck (alle 1969 eingemeindet), Hörstmar und Trophagen (beide 1970 eingemeindet). Die bei der Eingemeindung der Ortsteile übernommen Archivalien reichen teilweise bis ins 19. Jahrhundert zurück (frühestens 1843, Inkrafttreten der Lippischen Gemeindeordnung). Ältere Quellen zu diesen Orten befinden sich im Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Detmold).


Benutzung

Allgemein

Das Stadtarchiv Lemgo ist ein öffentliches Archiv, das jeder benutzen kann. Die Benutzung erfolgt auf der Grundlage des Archivgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen und der Benutzungs- und Gebührenordnung des Stadtarchivs Lemgo.

Die Benutzung kann vor Ort erfolgen oder durch Anfragen (per Post, E-Mail oder Telefon). Beide Nutzungsvarianten sind grundsätzlich gebührenpflichtig, wobei sich die Höhe der Gebühren je nach Nutzungsart unterscheidet (Gebührentarif des Stadtarchivs Lemgo).

In bisher noch wenigen Fällen können Sie auch bereits im Internet einige digitalisierte Archivalien direkt einsehen. Eine Übersicht der Digitalisate finden Sie hier.

Benutzung durch Anfragen

Anfragen sind an die rechts stehende Post- oder E-mail-Adresse zu richten. Wir ermitteln die Unterlagen zu Ihrer Fragestellung anhand der vorhandenen Findbücher und Findhilfsmittel. Eine Recherche in den Akten erfolgt in der Regel nicht. Umfangreiche Sichtungen von Archivmaterial müssten Sie selbst vor Ort erledigen. Aufgrund des laufenden Geschäftsbetriebs kann die Beantwortung von Anfragen einige Zeit dauern. Wir bitten um Verständnis.

Benutzung vor Ort

Videoeinführung in die Benutzung des Stadtarchivs.

Beim ersten Besuch im Stadtarchiv Lemgo erhalten Sie einen sogenannten Benutzerantrag, den Sie bitte ausfüllen.

Eine vorherige Anmeldung Ihres Besuches im Stadtarchiv ist erwünscht. Zu den Öffnungszeiten am Donnerstag und Freitag können Sie aber auch ohne vorherige Anmeldung ins Stadtarchiv kommen. 

Die Arbeit mit Ihrem Laptop ist im Benutzersaal möglich. Reproduktionen von Archivalien sind gebührenpflichtig und nur in eingeschränktem Maß möglich. Eigene Fotoaufnahmen der Archivalien sind grundsätzlich möglich.

Einschränkungen der Benutzung

Bei Sachakten besteht eine grundsätzliche Sperrfrist von 30 Jahren, bei personenbezogenen Akten beträgt diese Sperrfrist 10 Jahre nach Tod bzw. 100 Jahre nach Geburt der betr. Person(en). Informationen zu möglichen Sperrfristen gibt Ihnen das Archivpersonal.

Der Erhaltungszustand des Archivgutes kann im Einzelfall auch eine Benutzung verhindern. Zeitweise befinden sich auch Teile des Archivgutes in einer Restaurierungsmaßnahme. Siehe dazu weiter unten.

Informationen zur Recherche im Archiv finden Sie unter "Suche im Archiv".


ARCHIVISCHES KULTURGUT BEDROHT

Projekt "Massenentsäuerung von Archivalien" als notwendige Bestandserhaltungsmaßnahme

Archiviertes Kulturgut
Archiviertes Kulturgut

Umfangreiches Schriftgut in Archiven und Bibliotheken ist vom Zerfall und von Zerstörung bedroht. Nicht nur haben diese Einrichtungen mit Schimmelbefall von Akten und Büchern zu kämpfen, die durch unsachgemäße Lagerung entstanden. Eine weitere Gefahr liegt in dem Beschreibstoff Papier selbst. Ab 1840/1850 änderte sich die Papierherstellung. Hochwertige Gewebefasern (Hadern) wurden durch Holzschliffanteile ersetzt und sauer geleimt. Mit der Zeit greift Säure die minderwertigen Papierbestandteile an, so dass am Ende das Papier zerfällt. Erst seit den 1980er Jahren wird säurefreies Papier industriell hergestellt, das alterungsbeständig ist. Entsäuerung des Papiers kann den Zerfall stoppen. Dabei wird die Säure im Papier neutralisiert und im Schriftgut ein alkalischer Puffer eingebracht. Das Verfahren dafür ist aufwändig und teuer. Das Land Nordrhein-Westfalen will die kommunalen Archive bei dieser dringend erforderlichen Bestandserhaltungsmaßnahme unterstützen und stellt in den nächsten Jahren eine Million Euro pro Haushaltsjahr dafür zur Verfügung. Das Land trägt 70 % der entstehenden Kosten, jede Kommune 30 %.

Die betroffenen Bestände des Stadtarchivs Lemgo

Der schleichenden Zerstörung ist auch das Schriftgut des Stadtarchivs Lemgo ausgesetzt. Aus dem A-Bestand mit der Laufzeit bis 1930 wurden daher alle Akten ab 1850 ermittelt. Der B-Bestand des Stadtarchivs (Akten mit der Laufzeit 1930-1969) ist komplett vom Säurefraß betroffen, zudem ein großer Teil des C-Bestandes und D-Bestandes (Akten und Protokolle seit 1969). Vorerst zurückgestellt wurden die Sammlungen und die Nachlässe.

Information für Benutzer des Stadtarchivs

Eine Liste der Akten, die dieser Erhaltungsmaßnahme unterzogen werden und nicht zugänglich sind, ist als PDF-Datei unten abrufbar.

Stadtarchiv
Süsterhaus
Rampendal 20a
32657 Lemgo
stadtarchiv(at)lemgo.de

Stadtplan (Link)

Leitung:

Marcel Oeben
Tel. 0 52 61 - 21 34 13
Fax 0 52 61 - 21 31 61
m.oeben(at)lemgo.de

Mitarbeiter:

Marcel Abels
0 52 61 - 21 32 75
Fax 0 52 61 - 21 31 61
stadtarchiv(at)lemgo.de